Vor gut 30 Jahren hat die Franziskanerin Adelgart Gartenmeier den Liedtext geschrieben und verwendet für Jesus das biblische Bild des Hirten, der sich um uns wie um seine Schafe sorgt. Eins der ältesten und verbreitetsten Bezeichnungen für Jesus Christus. Jesus Christus, guter Hirte – mit diesen Worten beginnt das Lied GL Nr. 366.
Der Liedtext thematisiert in ausdrucksstarken Bildern, den Kreuzestod, die Erlösungstat, die Eucharistie als Leben und Heil, sowie die Endzeithoffnung. Nicht alle Bilder erschließen sich auf den ersten Blick: Baum des Lebens, Strom des Heiles, edler Weinstock, Himmelsbrot. Und auch die Bilder der dritten Strophe, die beschreiben, wer Jesus war und vor allem, was er für uns Menschen bedeuten kann: Wort des Vaters, offne Türe, Licht der Stadt Jerusalem, wollen erschlossen werden.
Je nachdem, was im Leben gerade los ist, passt vielleicht das Bild von Jesus als dem Baum des Lebens, in den ich fest verwurzelt bin. Oder das Bild der offenen Tür, die Neues möglich macht. Oder eben das Bild des guten Hirten, mit dem das Lied beginnt. Auch wenn man von Schafen sagt, dass sie nicht gerade clever sind: vielleicht haben sie uns etwas voraus, wenn sie sich ohne Einschränkung auf ihren Hirten verlassen und seine Wege gehen.
